Ancelotti: "Bayern hat viel Qualität"

Carlo Ancelotti ist ein gefragter Mann. Das zeigte sich auch während der Facebook-Fragestunde, die Goal exklusiv am Dienstag mit dem zukünftigen Trainer des FC Bayern München veranstaltete. Der Italiener beantwortete die Fragen der Goal-User - und sprach unter anderem über die Münchner, den kontrovers diskutierten Strafstoß des FC Barcelona und seinen bevorzugten Spielstil.



© getty - Carlo Ancelotti wird ab dem Sommer den FC Bayern trainieren

Carlo Ancelotti über ...

... das Duell Bayern München gegen Juventus Turin in der Champions League: "Es ist ein wirklich ausgeglichenes Duell. Natürlich ist Juventus im Moment richtig gut drauf, hat 15 Liga-Spiele in Folge gewonnen und steht nun ganz oben in der Tabelle. Aber Bayern ist Bayern. Bayern hat viel Qualität in der Mannschaft und konzentriert sich auf die Champions League. Das ist eine ausgeglichene Sache zwischen den beiden Teams, die erst in München im Rückspiel entschieden wird."

... seine Zeit bei Real Madrid: "Es war fantastisch, zwei Jahre lang Real Madrid zu trainieren. Ich hatte das Glück, ein Teil des Teams zu sein, das "La Decima" gewonnen hat. Es gab damals eine ganz besondere Motivation, denn alles hat sich in Madrid auf die Champions League konzentriert, weil die Spieler vorher drei Mal im Halbfinale ausgeschieden waren."

... Real Madrid, das aktuell im Schatten des FC Barcelona steht: "Vielleicht ist Barcelona im Moment besser als Real Madrid, aber man weiß nicht, was im März oder April passiert, wenn es drauf ankommt. Wenn man die Champions League gewinnen will, muss man im April da sein, wenn die Viertelfinals gespielt werden - und im Mai für das Halbfinale und das Endspiel."

... den Zwei-Mann-Elfmeter von Messi und Suarez für Barcelona: "Ich habe den Elfmeter gesehen. Das hat mich wirklich überrascht. Im Fußball gibt es Regeln. Und wenn man sich an diese Regeln hält, kann man machen, was man will. Aber es hängt auch von der Kultur des jeweiligen Landes ab: Wenn man das in Spanien macht, ist es in Ordnung. Wenn man das in Italien macht, bekommt man vielleicht Probleme."

... seinen bevorzugten Spielstil: "Ich liebe Fußball. Eine gute Mannschaft ist für mich eine Mannschaft, die gut angreift und gut verteidigt. Vielleicht mögen die meisten Leute Offensiv-Fußball, aber für mich ist es auch sehr interessant, mir ein Team anzuschauen, das defensiv stark ist. Die Balance ist der Schlüssel im Fußball. Beim offensiven Ansatz geht es um die Kreativität. Man muss sich auf die Fähigkeiten seiner Spieler verlassen, die ihre Technik und ihre Kreativität im Angriff einbringen müssen. In der Abwehr geht es nur um Aufopfern, um Konzentration, um harte Arbeit."

... das Duell zwischen seinen Ex-Klubs Paris Saint-Germain und Chelsea in der Champions League: "Auf dem Papier hat heute PSG die besseren Karten. Aber Chelsea hat unter Hiddink noch kein Spiel verloren und hat sich verbessert. Das wird ein spannendes Match, wobei PSG vielleicht den Vorteil hat, dass es der Klub unbedingt diesmal besser als im letzten Jahr machen will."

... das Projekt Manchester City: "Hinter Manchester City steht eine Investoren-Gruppe, die viel Geld in den Klub steckt. In der nächsten Saison wird City ein noch ernsthafterer Kandidat in der Champions League sein, mit dem neuen Trainer und vielleicht mit neuen Investitionen."


Quelle: spox.com


Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt (1769 - 1859)