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Die FC Bayern Frauen stehen hochverdient im Finale des DFB-Pokals. Am Nachmittag besiegten die Münchnerinnen Turbine Potsdam in einem hitzigen Halbfinalduell souverän mit 3:1 (1:0). Leonie Maier brachte die Bayern in der 28. Minute in Führung, Carina Wenninger (47.) und Nicole Rolser (86.) erhöhten in der zweiten Hälfte. Das 3:1 durch Lara Prasnikar (89.) hat sich Turbine nach hart umkämpften 90 Minuten noch verdient, konnte aber nichts mehr am Ausgang der Partie ändern. Im Finale am 19. Mai wartet nun der Titelverteidiger VfL Wolfsburg.

Aggressiv spielten die Münchnerinnen von der ersten Sekunde nach vorne: Den ersten Freistoß für die Bayern an der Potsdamer Strafraumgrenze gab es bereits nach 30 Sekunden. Potsdam kam eine Minute später vor das Tor. Die Zweikämpfe wurden außerordentlich hart geführt. So hitzig ging es vorerst weiter, bis nach zehn Minuten ein harter Zusammenstoß zwischen Kristin Demann und Potsdams Nina Ehegötz für eine längere Behandlungspause sorgte. Beide verschwanden anschließend für gut zehn Minuten in die Kabine und kamen wider Erwarten aufs Feld zurück.

Erlösung durch Leonie Maier

In der 28. Minute platzte dann endlich der Knoten: Nicole Rolser gewann auf der rechten Seite das Laufduell in den Strafraum hinein und konnte nach links rüber ziehen. Dort köpfte Fridolina Rolfö, auf die sich Potsdams Torhüterin Schmitz fokussierte, jedoch nicht auf das Tor, sondern zurück in die Mitte. Dort musste Leonie Maier nur noch hinhalten: 1:0. Kurz danach pfiffen die Unparteiischen einen Treffer von Melanie Leupolz leider wegen Abseitz ab. So blieb es bei der 1:0-Führung, obwohl Potsdam durchaus druckvoll dagegenhielt. Doch die Abwehr von Thomas Wörle war heute in Topform und ließ die guten Potsdamer Stürmerinnen, wie etwa Svenja Huth, in der ersten Hälfte nicht zu gefährlichen Torchancen kommen.

Wenninger und Rolser erhöhen

Die zweite Halbzeit begann mit einem Kracher: Bayern setzte wie zu Beginn der Partie sofort auf Angriff und erspielte sich eine Ecke. Melanie Behringer schlug diese von rechts so, dass Torhüterin Schmitz mit der Faust lediglich verlängern konnte. Links dahinter sicherte sich Carina Wenninger den Ball an der Strafraumgrenze und zog über alle Köpfe hinweg ins lange Eck ab: 2:0 in der 47. Minute! Potsdam hielt jedoch weiter dagegen und erspielte sich gute Chancen. Trainer Matthias Rudolph reagierte in der 61. Minute zudem mit einem Doppelwechsel. Derweil spielten die Bayern-Frauen weiterhin munter auf und gewannen mehr und mehr an Dominanz. Sara Däbritz kam gleich doppelt zu gefährlichen Abschlüssen, es wollte anschließend jedoch länger nicht mehr richtig torgefährlich werden.

So witterte Potsdam dann doch das ein oder andere Mal die Chance auf den Anschlusstreffer, gewann teilweise wieder etwas Ballhoheit zurück und wurde in den Zweikämpfen zunehmend bissig. In der 86. machten die Bayern mit einem klasse Konter jedoch alles klar: Sara Däbritz schickte Nicole Rolser frei vor das Tor, die eiskalt versenkte. Das 3:1 in der 89. Minute durch Lara Prasnikar haben sich die Turbinen nach diesem harten Kampf tatsächlich verdient. Dabei blieb es jedoch und die FC Bayern Frauen zogen ins Finale des DFB-Pokals ein, das am 19. Mai in Köln stattfindet. Der Gegner ist dann der Titelverteidiger VfL Wolfsburg, der sich zeitgleich gegen die SGS Essen mit 4:1 durchsetzte.

FC Bayern Frauen - 1. FFC Turbine Potsdam 3:1 (1:0)

FC Bayern Frauen

Zinsberger – Demann, Wenninger, Faißt, Maier - Leupolz, Behringer, Däbritz (88. Vonkova), Rolfö - Roord (69. Skorvankova), Rolser (89. Lewandowski)

Ersatz

Weimar, Beerensteyn, Islacker, Schnaderbeck


1. FFC Turbine Potsdam

Schmitz - Elsig, Ilestedt, Schmidt, Kiwic - Gasper (61. Kössler), Wälti, Zadrazil - Huth, Schwalm (77. Meister), Ehegötz (61. Prasnikar)

Ersatz

Fischer, Cahynova, Aigbogun, Lindner


Schiedsrichter

Marina Wozniak (Herne)

Tore

1:0 Leonie Maier (28.), 2:0 Wenninger (47.), 3:0 Rolser (86.), 3:1 Prasnikar (89.)

Gelbe Karten

- / Elsig (56.)

Rote Karten


https://fcbayern.com/de/news/spielb...-halbfinale-fcb-frauen---turbine-potsdam