Bundesliga

Optimistisch und gut vorbereitet



Bruno Labbadia lässt sich trotz der Verletzung von Georg Niedermeier nicht die Stimmung verderben.

Natürlich sei die Verletzung von Georg Niedermeier, bei dem am Montag das Anfangsstadium eines Ermüdungsbruches im rechten Oberschenkelknochen oberhalb des Kniegelenks diagnostiziert wurde, "tierisch ärgerlich, nicht schön und ein Verlust, der weh tut", so Bruno Labbadia am Dienstag nach der Vormittagseinheit. "Aber jetzt ist die gesamte Mannschaft gefragt, diesen Verlust zu kompensieren. Wir müssen jetzt noch mehr im Kollektiv arbeiten und schauen, dass die Innenverteidigung möglichst wenig zu tun bekommt. Wir werden vielleicht auch mal junge Spieler wie Ermin Bicakcic und Patrick Bauer ins kalte Wasser werfen. Dann können sie sich beweisen und freischwimmen. Wir lassen uns von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen", so der Cheftrainer.

Gut möglich also, dass Neuzugang Maza gleich gegen Wehen Wiesbaden sein Pflichtspieldebüt für den VfB geben wird. Auch wenn das so nicht unbedingt geplant war. "Wir hätten ihn gerne langsam aufgebaut. Aber jetzt muss er sich die Fitness über die Spiele holen", meinte Bruno Labbadia, der auch bei Serdar Tasci trotz dessen Oberschenkelverhärtung, die sich der deutsche Nationalspieler beim Testspiel gegen Sivasspor zugezogen hat, optimistisch ist: "Heute haben wir ihn noch aus dem Mannschaftstraining rausgenommen, da wir hauptsächlich Schnelligkeit und Zweikämpfe trainiert haben. Aber er trainiert separat und unser Ziel ist es, dass er am Donnerstag wieder voll einsteigt. Dann wird man sehen, ob er gegen Wiesbaden spielen kann." Noch keine Option für Wiesbaden sind Johan Audel und Julian Schieber, die am Vormittag mit Christos Papadopoulos trainierten. Mamadou Bah fehlte aus gutem Grund beim Training, da er am Montagabend in Frankreich Vater einer Tochter geworden ist.

"Wir werden niemanden schonen"

Vor dem Drittligisten hat der gebürtige Darmstädter Respekt und will deshalb auch "die bestmögliche Mannschaft aufbieten. Das ist ein K.o-Spiel gegen eine Mannschaft, die absoluter Topfavorit in der 3. Liga und mit ambitionierten Zweitligaspielern gespickt ist. Wir werden niemanden schonen", betonte Labbadia. Positiv sieht es bei Shinji Okazaki aus, der die Einheit am Vormittag voll mitmachte und über den der VfB-Cheftrainer sagt: "Wir müssen schauen, wie weit er bis Freitag ist. Er hat schließlich das komplette Trainingslager aufgrund seiner Verletzung im Kapselbandapparat nicht mit der Mannschaft absolviert. Körperlich hat er aber kaum etwas verloren, da er individuell drei Einheiten am Tag gemacht hat. Es ist erfreulich, dass er heute dabei war."

"In den nächsten Wochen wieder voll integrieren"

Ebenfalls dabei war Timo Gebhart, auch bei den Zweikampf-Übungen mit Ball und Torabschluss. "Er hat einen Großteil heute absolviert. In den nächsten zwei bis drei Wochen wollen wir Timo wieder voll integrieren. Aber bei ihm müssen wir abwarten, wie das operierte Gelenk auf die Belastungen reagiert. Zusammen mit Julian Schieber, der ebenfalls noch Rückstand hat, und Khalid Boulahrouz, der für das Pokalspiel gesperrt ist, wird Timo wie in der bisherigen Vorbereitung trainieren, also zwei bis drei Einheiten am Tag durchziehen", so Labbadia, der auch schon über das Pokalspiel hinausdenkt und dabei ins Schwärmen gerät.

"Wir müssen dankbar sein, dass wir am ersten Spieltag in unserem neuen Stadion in der ersten Liga gegen Schalke spielen dürfen. Das sah vor ein paar Monaten noch ganz anders aus. Darauf freuen wir uns. Die Stimmung ist positiv und wir gehen optimistisch in das Pokalspiel und in das Auftaktspiel gegen Schalke. Ich vertraue der Mannschaft, da wir wissen, dass wir in der Rückrunde unter schweren Bedingungen 30 Punkte geholt haben. Wir sind gut vorbereitet auf die Aufgaben, die vor uns liegen."

Quelle: vfb.de


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