Bundesliga

Überzeugender Heimsieg



Trotz eines frühen Rückstands zeigte sich der VfB am Samstagnachmittag gegen den 1. FSV Mainz 05 unbeeindruckt und gewann am Ende hochverdient mit 4:1. Zunächst brachte Andreas Ivanschitz die 05er mit einem Strafstoß in Führung, doch dank der Tore von Tamas Hajnal, Vedad Ibisevic (2) und Zdravko Kuzmanovic schlug der VfB eindrucksvoll zurück und rangiert nun vorübergehend auf dem fünften Tabellenplatz.

Bruno Labbadia schenkte gegen Mainz seinem wiedergenesenen Kapitän Serdar Tasci das Vertrauen, der anstelle von Maza begann. Ansonsten spielte der VfB im Vergleich zum 4:4-Remis in Dortmund unverändert.

Zwar hatte der Gastgeber das Geschehen in der ersten Hälfte im Griff, doch musste man bereits nach wenigen Sekunden den ersten Nackenschlag hinnehmen. Georg Niedermeier foulte Julian Baumgartlinger beim ersten Angriff der Mainzer im Sechzehner und Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied nach einem Hinweis des Linienrichters auf Strafstoß. Ivanschitz verlud Sven Ulreich und erzielte das 1:0 für die Tuchel-Elf.

Vom Gegentor unbeeindruckt und von den Fans lautstark angefeuert schnürte der VfB den FSV in dessen Hälfte ein und erabeitete sich eine Vielzahl guter Möglichkeiten. Gleich die erste davon nutzte Tamas Hajnal zum 1:1-Ausgleich. Frei gespielt von William Kvist tanzte der ungarische Nationalspieler im Strafraum seinen Gegenspieler aus und zirkelte die Kugel mit links ins lange Eck.

Wenig später prüfte Zdravko Kuzmanovic mit einem Versuch aus 18 Metern FSV-Keeper Christian Wetklo, der jedoch keine Probleme hatte, den Ball zu parieren. Kurz darauf schoss Anthony Ujah, der überraschend den Vorzug vor Adam Szalai, Mohamed Zidan und Sami Allagui erhielt, von der Strafraumgrenze ans Außennetz. In der 19. Minute agierte Ulle bei einer Kopfball-Bogenlampe von Ivanschitz sicher.

Von der Lattenunterkante zurück ins Feld

Von der 27. bis zur 42. Minute hatte der VfB gleich mehrfach die Gelegenheit, in Führung zu gehen, doch entweder die Kugel ging knapp am Kasten vorbei, wie beim Kopfball von Julian Schieber, oder es stand ein Mainzer im Weg, wie beim Kopfball von Harnik, als Ivanschitz auf der Linie klärte, oder die Latte verhinderte das 2:1, wie beim Abschluss von Martin Harnik, als der Ball von der Lattenunterkante zurück ins Feld sprang. Zu guter Letzt hatte auch noch Manuel Gräfe etwas gegen die Führung der überlegenen Labbadia-Elf einzuwenden, als er in der 42. Minute beim Treffer von Vedad Ibisevic auf Abseits entschied und damit falsch lag. Tamas Hajnal hatte die Kugel quer zur Nummer neun des VfB gelegt, der auf gleicher Höhe mit dem Spielmacher war und regelkonform Christian Wetklo überwand.

Ausgleichende Gerechtigkeit herrschte schließlich kurz vor dem Pausenpfiff: Baumgartlinger schickte Eric Maxim Choupo-Moting, der alleine vor Ulle das Spielgerät um wenige Zentimeter am Tor vorbeischob. Mit dem 1:1-Unentschieden ging es dann auch in die Kabinen.

Per Flugkopfball das 2:1 erzielt

Der VfB übernahm direkt nach Wiederanpfiff wieder die Kontrolle und belohnte sich für sein hohes Engagement. Ibisevic schickte Gotoku Sakai, der scharf auf den ersten Pfosten flankte, wo Vedo Ibisevic per Flugkopfball das 2:1 erzielte. Mainz hielt dagegen und kam ebenfalls zu Chancen, aber ein Fernschuss von Eugen Polanski stellte keine Gefahr für Ulle dar. Kurz darauf brachte Georg Niedermeier seine Mannschaft mit einer missglückten Kopfballrückgabe selbst in Bedrängnis, doch der eingewechselte Adam Szalai rechnete nicht mir dem Ball und vergab die Einschussmöglichkeit. Es ging mittlerweile hin und her. In der 62. Minute spurtete Harnik in den Sechzehner, wo er von Nikolce Noveski umgerannt wurde, die Pfeife von Manuel Gräfe blieb aber stumm. Auf der anderen Seite parierte Sven Ulreich einen Distanzschuss von Ivanschitz sicher. Wiederum nur kurz darauf gab es dann den Elfmeter für den VfB. Elkin Soto kam im eigenen Strafraum zu Fall und hinderte Harnik am weiterlaufen. Zdravko Kuzmanovic schnappte sich den Ball und verwandelte mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck zum 3:1.

Mainz gab sich nicht auf und tauchte immer wieder gefährlich vor Ulle auf, wie beispielsweise in der 67. Minute, als Choupo-Moting Tasci übersprang, seinen Kopfball aber übers Tor setzte. Kurz darauf vergab Tamas Hajnal die Chance zur Vorentscheidung, als er eine mustergültige Rückgabe von Harnik nicht voll traf. Das Glück war an diesem Samstagnachmittag aber auch auf Seiten des VfB, denn eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff scheiterte Choupo-Moting mit einem Heber, der auf dem Tor landete. Die Stimmung in der nicht ganz ausverkauften Mercedes-Benz Arena war von Beginn an gut und wurde gegen Ende der Partie immer besser – sogar die Welle schwappte minutenlang durchs Stadion. Angetrieben von ihren Fans drängten die Spieler mit dem roten Brustring auf dem Trikot auf das vierte Tor. Eine Abseitsposition von Georg Niedermeier in der 80. Minute verhinderte vorerst noch den Treffer, doch in der 85. Minute war es dann soweit. Vedo stocherte nach einem Eckball am Fünfmeterraum und markierte aus der Drehung das 4:1 für den VfB.

Dabei blieb es auch, der VfB dominierte das Spiel über weite Strecken, zeigte ansprechenden Kombinationsfußball, arbeitete gut gegen den Ball und kam auch nach dem frühen Rückstand wieder beeindruckend zurück. Die UEFA Europa League ist weiterhin in greifbarer Nähe.

Quelle: vfb.de


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