Bundesliga

"Kein Grund sich zurückzulehnen"



Bruno Labbadia fordert nach dem Heimsieg gegen Berlin auch in Hannover "ein beherztes Auftreten und bedingungslosen Einsatz".

"Keine Frage, der Sieg gegen Berlin hat uns richtig gut getan, vor allem die Art und Weise, wie dieser Erfolg zu Stande gekommen ist. Aber trotz allem haben wir am Ende nur drei Punkte geholt, nicht mehr", sagte der VfB-Cheftrainer zu Beginn der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Hannover. Doch am Sonntag trifft der VfB nicht auf einen Gegner, der seit längerer Zeit auf ein Erfolgserlebnis wartet, sondern auf ein Team, das im Europapokal spielt und auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen in der Tabelle gut platziert ist.

"Die Hannoveraner machen einen sehr guten Eindruck und haben seit Rückrundenstart zwei Siege und zwei Unentschieden geholt. Sie wirken insgesamt sehr stabil, das haben sie sich erarbeitet. Natürlich werden wir ihren Auftritt im Hinspiel der Zwischenrunde in der Europa League gegen den FC Brügge beobachten", so Bruno Labbadia, der am späten Sonntagnachmittag ein "enges Spiel erwartet. Bei Hannover ziehen alle an einem Strang, so wie uns das auch gegen Berlin gelungen ist. Wir haben die Mannschaft nach dem Pokalspiel gegen die Bayern wieder komplett verändern können und auch mental neu ausgerichtet. Ich erwarte auch gegen Hannover wieder ein beherztes Auftreten und bedingungslosen Einsatz."

Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Christian Gentner

Personell würde der 46-Jährige seine Mannschaft am liebsten unverändert gegen den aktuellen Tabellensiebten ins Rennen schicken. "Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern, die Mannschaft hat gegen Berlin hervorragend gespielt. Auch gegen Hannover wollen wir wieder aus einer guten Ordnung heraus agieren", sagte Labbadia.

Ein Fragezeichen steht aber noch hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler Christian Gentner, der am Mittwoch im Training nach einem Pressschlag eine leichte Kapselverletzung davontrug. Leichte Oberschenkelprobleme zwangen Tamas Hajnal dazu, am Dienstag und am Mittwoch individuell zu trainieren, am Donnerstag konnte der Spielmacher aber bereits wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Definitiv nicht mit dabei sind die gesperrten Cristian Molinaro und Matthieu Delpierre sowie Ibrahima Traoré (Adduktorenprobleme), Johan Audel (Trainingsrückstand) und Timo Gebhart (Aufbautraining nach Muskelbündelriss in der Bauchmuskulatur).

"Go hat seine Sache sehr gut gemacht"

Ob Arthur Boka eine Option für das Hannover-Spiel sein wird, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. "Arthur ist heute vom Afrika Cup zurückgekommen, leider nicht mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck. Aber auch wenn er die beiden letzten Spiele nicht zum Einsatz kam, gehe ich davon aus, dass er fit ist. Außerdem sind mittlerweile die Temperaturen hierzulande auch wieder etwas nach oben geklettert, sodass ihm die Umstellung nicht so schwer fallen dürfte, wie Ibo und Mamadou nach deren Rückkehr", so Labbadia.

Als Vertreter der etatmäßigen Linksverteidiger Molinaro und Boka sprang gegen Hertha BSC Winter-Neuzugang Gotoku Sakai ein und erhielt für sein Bundesligadebüt Lob vom Cheftrainer. "Go hat seine Sache sehr gut gemacht und gerade in der Offensive immer wieder kluge Pässe gespielt. Insgesamt hat er einen guten Start gehabt, und ich hoffe, dass er daran anknüpfen kann. Mit 20 Jahren ist er noch ein sehr junger Spieler, bei dem Schwankungen durchaus möglich sind", glaubt der gebürtige Darmstädter, der sich auch über die Entwicklung eines anderen Youngsters erfreut zeigte.

"Raphael Holzhauser, dem ich zu seinem 19. Geburtstag heute alles Gute wünsche, hat in der 3. Liga keine top Vorrunde gespielt, im Wintertrainingslager bei uns dann aber Gas gegeben. Dafür wurde er mit bisher zwei Bundesliga-Einsätzen belohnt. Jetzt muss er weiter heiß sein und darf nicht nachlassen. Sein Ziel muss es sein, fester Bestandteil der Profimannschaft zu werden. Die Chance, sich zu zeigen, bekommt er jeden Tag im Training bei uns. Wir fördern unsere jungen Spieler, aber geschenkt bekommt keiner etwas. Auch sie müssen sich ihre Einsätze erarbeiten und besser sein als andere. Seit Anfang 2011 bis heute haben bei uns fünf Spieler aus der eigenen Jugend debütiert. Auch in Zukunft setzen wir auf unsere jungen Spieler und fördern sie, aber schenken werden wir ihnen nichts."

Quelle: vfb.de


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