Bundesliga

Heimsieg für Europa



So hatten es sich die Fans in der fast ausverkauften Mercedes-Benz Arena den Freitagabend vorgestellt: Der VfB dominierte das Heimspiel gegen den SV Werder Bremen und gewann am Ende hochverdient mit 4:1.
Wie bereits in Dortmund, gegen Mainz und in Augsburg geriet die Mannschaft von Bruno Labbadia in Rückstand und schlug dann eiskalt zurück. Christian Gentner mit einem Traumtor, Martin Harnik mit einem Doppelpack und Cacau mit einem Jokertor waren die Schützen beim deutlichen Erfolg.

Eigentlich gab es keinen Grund für Bruno Labbadia, seine Anfangsformation im Vergleich zum 3:1-Sieg in Augsburg zu verändern, doch eine Gelbsperre für Zdravko Kuzmanovic und eine Blessur bei Arthur Boka veranlassten den Cheftrainer gleich zwei neue Spieler zu bringen. Christian Gentner durfte im zentralen defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen und Cristian Molinaro begann auf der linken Abwehrseite. Vom Anpfiff weg ergriff der VfB die Initiative und erspielte sich Torchancen. Werder stand tief, überließ dem VfB das Mittelfeld, konzentrierte sich auf die Defensive und lauerte auf Fehler des Gastgebers.

Nach 14 Minuten wagte der SVW den ersten Vorstoß

Den ersten Fauxpas der Partie leistete sich aber Bremens Schlussmann Tim Wiese, als er sich nach einer Ecke von Tamas Hajnal in der dritten Minute verschätzte. Julian Schiebers Abschluss geriet jedoch zu hoch. Kurz darauf probierte es erneut die Nummer 23 des VfB, diesmal von der linken Strafraumecke, doch auch diesmal verfehlte der Schuss des gebürtigen Backnangers das Ziel.

Nach 14 Minuten wagte der SVW den ersten Vorstoß in Person von Marko Marin, doch Sven Ulreich lenkte den Versuch des Dribblers zur Ecke. Anschließend übernahm wieder der VfB die Kontrolle, zunächst jedoch ohne Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen. Hajnals Freistoß aus 23 Metern geriet zu harmlos, Ein Querpass von Moli war leichte Beute für Sokratis, und ein Freistoß von Schieber aus knapp 30 Metern landete in den Armen von Tim Wiese.

Rund 25 Minuten waren gespielt, als Bremen den zweiten Angriff des Spiels startete. Molinaro verschätzte sich bei seiner Abwehraktion auf Höhe der Mittellinie, sodass Marko Marin völlig frei von rechts flanken konnte. In der Mitte wurde Markus Rosenberg sträflich alleine gelassen, weshalb der Angreifer der Hansestädter die Kugel nur noch zum 1:0 für Bremen über die Linie drücken musste.

Unhaltbar für Wiese zum 1:1 unter die Latte

Keineswegs geschockt ob des abermaligen Rückstands zeigte sich die Mannschaft mit dem roten Brustring auf dem Trikot, man war besser als der Gegner und wusste aus den vergangenen drei Partien, als man jeweils zurücklag, dass jederzeit ein Spieler für ein Tor gut sein kann. Und so kam es dann auch, und wie! Cristian Molinaro spitzelte die Kugel vor dem Sechzehner zu Christian Gentner und der schlenzte den Ball aus etwa 18 Metern unhaltbar für Wiese zum 1:1 unter die Latte.

Gepusht vom lautstarken Publikum in der nahezu ausverkauften Mercedes-Benz Arena wollte der VfB noch vor dem Pausenpfiff die Führung erzwingen. Nach einer Hajnal-Ecke klappte das auch. Georg Niedermeier stieg hoch und köpfte aufs Tor, Wiese bekam den Ball nicht richtig weg und Martin Harnik staubte zum 2:1 ab. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Katakomben.

Die zweite Hälfte begann wie der erste Durchgang aufgehört hatte, der VfB machte das Spiel und Bremen schaute zu. Nachdem Schieber in der 51. Minute zunächst noch am Tor vorbei geschossen hatte, machte es Martin Harnik zwei Minuten später besser. Aus kurzer Distanz kam der Toptorschütze des VfB nach einer Hajnal-Ecke zum Abschluss und erzielte mit seinem 17. Saisontor das 3:1 für den Gastgeber.

Der VfB blieb spielbeherrschend

Wer jetzt glaubte, dass die Bremer nun alles auf eine Karte setzen, sich aufbäumen und auf den Anschluss drängen würden, sah sich getäuscht. Stattdessen blieb der VfB spielbeherrschend und hatte keine Mühe, das Ergebnis zu verwalten. Beinahe hätte Vedad Ibisevic die Führung in der 67. Minute noch ausgebaut, doch sein Schuss mit der Picke aus spitzem Winkel war kein Problem für Tim Wiese. Gleiches galt auch für den nahezu beschäftigungslosen Sven Ulreich, als er den Versuch des eingewechselten Tom Trybull locker aufnehmen konnte. 16 Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte eine Hereingabe von Markus Rosenberg nochmals für etwas Gefahr im Sechzehner des VfB, doch der Volleyschuss von Zlatko Junuzovic ging drüber. In der Schlussphase probierte der VfB wieder, sein sowieso schon sehr gutes Torverhältnis weiter auszubauen. Zunächst hielt Ibisevic bei einem Freistoß aus großer Distanz drauf und prüfte Tim Wiese, anschließend sorgte Cacau nach einem scharf getretenen Freistoß von Go Sakai mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung für den 4:1-Endstand.

Durch den klaren und hochverdienten Erfolg gegen den SV Werder Bremen bleibt der VfB auf dem fünften Tabellenplatz, vergrößert den Abstand auf die Hanseaten auf sieben Zähler und nähert sich den Gladbachern, die auf dem vierten Platz liegen, vorübergehend bis auf vier Punkte.

Quelle: vfb.de


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