Bundesliga

"Für den Aufwand belohnen"



Bruno Labbadia erwartet am Samstag gegen Hannover ein Geduldsspiel mit dem besseren Ende für seine Mannschaft.

Auf der einen Seite sah Bruno Labbadia die Länderspielreisen, die der Großteil seiner Spieler in den vergangenen Tagen zu bewältigen hatte, positiv, auf der anderen Seite war das Fehlen der meisten Stammspieler für die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr natürlich nicht optimal. "Erfreulich ist, dass viele unserer Nationalspieler mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis zurückgekommen sind und bis auf Mamadou Bah alle unverletzt geblieben sind. Wir haben in den letzten 14 Tagen extrem gut gearbeitet mit den Spielern, die hier waren. Das hätte aber allen Spielern gut getan", so der VfB-Cheftrainer auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit den bislang in dieser Saison noch ungeschlagenen Niedersachsen.

"Die Inhalte der Einheiten aus den vergangenen Tagen haben wir auch heute wieder aufgegriffen. Vor allem Offensivabläufe wurden trainiert, denn genau daran hat es in den letzten Partien gehapert. Wir hatten viele Chancen und haben auch die Spieler, die Tore schießen können, deshalb dürfen wir jetzt nicht in Hektik verfallen. Die Spieler haben gemerkt, dass wir die Spiele im Griff hatten, unsere Organisation passt, in der Defensive haben wir kaum etwas zugelassen. Mit unseren letzten Ergebnissen können wir aber nicht zufrieden sein. Es kommt jetzt darauf an, dass wir uns für den Aufwand belohnen, den wir immer betreiben", so Bruno Labbadia.

"Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans"

Damit wollen der 45-Jährige und sein Team am Samstag in der Mercedes-Benz Arena beginnen. Für die Partie gegen die Elf von Coach Mirko Slomka sind bereits mehr als 50.000 Tickets verkauft. "Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans. Hannover tritt noch mit der breiten Brust aus der vergangenen Saison auf. Sie spielen sehr diszipliniert, sind extrem effektiv und eingespielt. Aus wenigen Chancen machen sie Tore. In den letzten Spielen stand kein Neuzugang in der Startaufstellung. Das zeigt, wie homogen sie als Mannschaft seit dem verhinderten Abstieg in der vorvergangenen Saison zusammengewachsen sind. Auch wenn es mal nicht so gut läuft, bleiben sie ruhig, verfallen nicht in Hektik und spielen ihren Stiefel runter. Ihre große Stärke ist die Balleroberung, da sie immer versuchen mit acht, neun oder zehn Mann hinter den Ball zu kommen, um dann schnell umzuschalten und den Weg zum Tor zu suchen", analysierte der VfB-Cheftrainer.

Neben den Komplimenten, die Bruno Labbadia für den kommenden Gegner übrig hatte, stellte er aber auch klar: "Wir spielen zu Hause, müssen die Initiative ergreifen und zielstrebig nach vorne spielen. Wir haben schon oft bewiesen, dass wir mit Druck umgehen und starke Teams schlagen können." Ähnlich klingt auch die Äußerung von Sportdirektor Fredi Bobic, der als Spieler für zehn Monate bei Hannover 96 unter Vertrag stand: "Spiele gegen ehemalige Vereine sind immer etwas Besonderes. Ich kenne noch viele Menschen in Hannover, ob Steven Cherundolo, Altin Lala, den Präsidenten Martin Kind, den Team-Betreuer oder den Zeugwart. Aber wir wollen die drei Punkte in Stuttgart behalten."

"Timo macht alle Einheiten mit und rückt immer näher ran ans Team"

Personell wird der VfB-Cheftrainer wenige Änderungen im Vergleich zum Spiel in Berlin vornehmen müssen. Ob Khalid Boulahrouz nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder anstelle von Stefano Celozzi spielen wird, ließ Bruno Labbadia noch offen. "Wir warten die Eindrücke vom Abschlusstraining ab und entscheiden dann, mit welchen Spielern wir beginnen." Dass Timo Gebhart nach seiner langen Verletzungspause in der ersten Elf stehen wird, schloss der gebürtige Darmstädter hingegen aus. "Timo macht alle Einheiten mit und rückt immer näher ran ans Team. Aber für die Startelf reicht es noch nicht. Er ist dank seiner individuellen Klasse aber auf jeden Fall eine Option für eine Einwechslung", so Labbadia.

Auch in Sachen Langzeitverletzter gab er eine Auskunft: "Matthieu Delpierre, Georg Niedermeier und Ermin Bicakcic liegen alle in der Zeitschiene, die wir erwartet haben, aber man muss Geduld haben bei solch schweren Verletzungen. Wenigstens konnte Georg die Krücken weglegen, was eine große Erleichterung für ihn darstellt. Jetzt müssen wir die nächste Untersuchung abwarten und dann die nächsten Schritte besprechen. Alle drei arbeiten aber sehr intensiv an ihrem Comeback."

Quelle: vfb.de


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