Kehrt Sascha Mölders zurück?



Das Thema Neuzugänge ist in Duisburg noch nicht vom Tisch. Nach dem holprigen Saisonstart würde der MSV personell gerne noch einmal nachlegen.

Doch nach wie vor fehlt dafür das Geld. Der aktuelle Etat, der mit rund 5,7 Millionen Euro der kleinste der Liga ist, ist ausgeschöpft. Ein möglicher externer Sponsor, der einen Transfer finanzieren könnte, ist nicht in Sicht.

Deshalb stehen die Verantwortlichen vor einer schwierigen Entscheidung: Soll das Budget überreizt werden, damit die Chance auf den Klassenerhalt steigt? Der Vorstandsvorsitzende der Zebras, Ingo Wald, steht mit seinem Team seit zwei Jahren für Seriosität und wird den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung nicht verlassen. Trotzdem weiß auch er, dass die Mannschaft eine qualitative Verstärkung benötigt. „Wir werden mit Sicherheit kein unkalkulierbares Risiko eingehen“, verspricht Wald.

Es sei allerdings ein Rechenexempel. Bleibt der sportliche Erfolg aus, könnte der für die Lizenz notwendige und angepeilte Zuschauerschnitt von 13.500 verfehlt werden. Zudem wäre der damit verbundene Abstieg als Minus kaum bezifferbar, mit Sicherheit aber teurer, als jetzt noch eine echte Verstärkung an Bord zu holen.

Diese könnte Sascha Mölders sein. Das Ex-Zebra hat beim FC Augsburg zwar noch einen Vertrag bis 2017, aber kaum noch eine Chance, Spielzeit zu erhalten. Seine Frau Ivonne, die auch gleichzeitig seine Managerin ist, lebt mit den vier gemeinsamen Kindern (Lio, Joy, Renée und Noah) unweit der Arena und ist – wie Mölders auch – in den letzten Wochen mehrfach an der Westenderstraße gewesen. Beide führten lange Gespräche mit Sportdirektor Ivica Grlic. „Ich habe mit Sascha noch zusammengespielt, er besucht mich häufiger“, meint Grlic, der sich ansonsten nicht zu einer möglichen Rückkehr des Knipsers äußern will.

Gino Lettieri, der ebenfalls schon mit Mölders gesprochen hat, hält sich bedeckt: „Natürlich würde ich einen Spieler wie Sascha gerne haben. Aber wenn Augsburg ihn freigibt, sind sicherlich zehn andere Vereine an ihm interessiert, die uns finanziell ausstechen.“

Doch eventuell können die Meidericher im Poker um Mölders in den nächsten Tagen doch noch mithalten, denn für Sascha Dum und Matthias Kühne sind jetzt Angebote aus der 3. Liga reingekommen. Sollte das Duo gehen, hätte Grlic wieder etwas Spielraum zur Verfügung, um eine Mögliche Ausleihe Mölders' zu realisieren. Zudem ergänzt Wald: „Wir haben noch bis zum 31. August Zeit. Zeit, in der sich noch etwas bewegen lässt.“

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