Sohn baut Gruev wieder auf



Schwere Wochen stehen dem MSV Duisburg bevor. In denen wollen die Zebras so viele Punkte wie möglich auf die Konkurrenz gutmachen.

Tabellenplatz 18. Seit zehn Wochen stehen die Duisburger jetzt schon wieder am Tabellenende. Kein schöner Anblick. Der möglicherweise noch bis zur Winterpause Bestand haben wird. Denn die nächsten Gegner heißen SV Sandhausen, RB Leipzig, 1. FC Kaiserslautern und VfL Bochum. Doch wie heißt es so schön: Langsam nährt sich das Eichhörnchen. Denn immerhin: Mit den beiden letzten Unentschieden gegen den SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf (je 1:1) haben die Zebras einen Punkt auf die Mannschaften vor ihnen gutgemacht.

Allerdings nicht auf alle. 1860 München hat durch den überraschenden Sieg gegen St. Pauli den Abstand ein wenig vergrößert und ist auf den Relegationsplatz gerutscht. Der Abstand zur Düsseldorfer Fortuna auf Rang 16 ist demnach größer, als noch vor dem Sieg der Löwen. "Ich habe mich nach dem Sieg von Sechzig geärgert", verrät MSV-Trainer Ilia Gruev. Doch sein Sohn Iliya, der für den Nachwuchs von Werder Bremen spielt, hat ihn danach ein wenig getröstet: "Er meinte 'Papa, ob du 18. bist oder 17., das ist doch egal. Wichtig ist Platz 16." Da hat der Filius recht - und der MSV seit Gruevs Antritt einen Zähler aufgeholt.

Es geht also voran, wenn auch nur langsam. Und auch wenn der Trainer ganz genau weiß, dass im Moment Geduld gefragt ist - er selbst auch nicht gleich alles über den Haufen geworfen - so wurmt ihn die aktuelle Situation schon. "Obwohl wir zwei Mal unentschieden gespielt und nicht verloren haben, ändert sich irgendwie doch nichts." Zlatko Janjic versucht sich vom Blick auf die Tabelle nicht verunsichern zu lassen. "Klar sind fünf Punkte Abstand viel. Aber wir müssen auf uns schauen und den Rückstand Spiel für Spiel abbauen."

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