Die Bayer-Scouts haben den Japaner im Blick
Leverkusens Kaderoptimierung - mit Kiyotake?

Das nächste Ziel nach dem Erreichen der Champions League formulierte Trainer Roger Schmidt unlängst eher beiläufig: "Die Optimierung des Kaders" sprach der Leverkusener Trainer an. Und wer die nun zu Ende gehende Saison analysiert, der kann sich denken, was Schmidt meint.


So breit der Kader schien - er war nicht breit genug, um all die Verletzungen aufzufangen. So gut die Spieler schienen - sie waren nicht weit genug, die Belastungen einfach so wegzustecken. Schmidt selbst rotierte weniger als gewollt, vielen Akteuren fiel es schwer, sich im Training anzubieten, weil es selten geregeltes Training gab.

Ergänzungen müssen also her, die gleichzeitig auch Verstärkungen sind. Vor allen Dingen der kreative Bereich schreit nach einer Frischzellenkur. Hier spielt Hakan Calhanoglu bislang eine sehr wechselhafte Saison, nur drei Tore und sechs Assists sind nicht das, was er von sich selbst erwartet. Wenngleich man zu seiner Ehrenrettung daran erinnern muss, dass er einige Spiele im defensiven Mittelfeld bestritt.

Calhanoglus Zukunft scheint ungeklärt, immer wieder wabern Gerüchte um angebliche Offerten aus England oder Spanien durch Leverkusen, konkret wurde freilich nichts. Sein Vertrag läuft bis 2019, Bayer hat das Heft des Handelns also fest in der Hand. Zwar vertraut man darauf, dass er mit zunehmender Reife seine Leistung bald häufiger abruft. Dennoch schaut man sich nach Alternativen auf dem Markt um. Daniel Didavi (Stuttgart) galt lange Zeit als Kandidat, der entschied sich für den VfL Wolfsburg.

Kiyotake würde rund sechs Millionen Euro kosten

Bei ihrer Suche stießen die Leverkusener Scouts auf den Hannoveraner Hiroshi Kyotake. Der japanische Nationalspieler erfüllt einige wichtige Kriterien: Er ist bundesligaerfahren, technisch beschlagen, geht aggressiv ins Gegenpressing, schlägt gefährliche Ecken und verfügt vor allen Dingen über die Fähigkeit, den "tödlichen Pass" zu spielen. Zwar verbucht er in der laufenden Saison lediglich elf Scorerpunkte (4 Tore, 7 Assists), schaffte die allerdings in 20 benoteten Spielen bei einem Absteiger gegenüber neun bei Calhanoglu, der in 29 Spielen beim Dritten ran durfte.


Kiyotake wäre also ein durchaus logischer Transfer, der Bayer rund sechs Millionen Euro kosten würde. Mit seinen Fähigkeiten kann er die Kreativzentrale verbessern. Und wäre ein weiterer Baustein bei der angestrebten Optimierung des Kaders.


Quelle: www.kicker.de