Bundesliga

Der erste Heimsieg ist geschafft



Gegen Eintracht Frankfurt gewann der VfB nach kämpferischen 90 Minuten mit 2:1. Christian Gentner und Vedad Ibisevic trafen, Alexander Meier glich zwischenzeitlich aus - und Sven Ulreich rettete in der letzten Aktion des Spiels den ersten Heimsieg.

Bruno Labbadia schickte die gleiche Startelf wie am Donnerstag in der Europa League auf das Feld. Bei der Eintracht musste unterdessen kurz vor dem Anpfiff der Kapitän Pirmin Schwegler passen, für ihn rückte der ehemalige VfB Profi Martin Lanig in die Startformation.

Schnelle Führung für den VfB

Bereits nach sieben Minuten hob Christian Gentner freudestrahlend Ibrahima Traoré in die Luft, denn der Nationalspieler Guineas hatte kurz zuvor den Ball in die Mitte geflankt und eben Christian Gentner nach einer Frankfurter Kopfball-Verlängerung zum 1:0 für den VfB getroffen.

Das Tor war das Ergebnis einer schönen Kombination zwischen Gotoku Sakai und Ibrahima Traoré auf der rechten Außenbahn, bei der die erste Hereingabe noch abgeblockt wurde, die zweite dann aber den Weg zum Führungstreffer ebnete.

Unterhaltsamer Beginn

Aber auch der Tabellenzweite spielte von Anfang an mit, und so unterhielt die Partie die 54.840 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena trotz der Wintertemperaturen bestens, wenn auch weitere gefährliche Torraumszenen erst einmal ausblieben. Die nächste nennenswerte Chance hatten die Gäste aus Hessen. Bastian Oczipka setzte sich über links außen durch, flankte den Ball hoch in den Strafraum, doch Alexander Meier konnte mit seinem Kopfstoß nicht genügend Druck aufbringen, und somit Sven Ulreich musste nicht eingreifen. In der 34. Spielminute jubelten die VfB Anhänger zum zweiten Mal. Doch das Tor von Martin Harnik zählte nicht, denn bei der wegbereitenden Kombination entschied das Schiedsrichter-Gespann auf Abseits. In der Defensive arbeitete der VfB derweil gut zusammen, besonders Georg Niedermeier klärte das eine oder andere Mal, bevor es richtig brenzlig werden konnte.

In der Offensive schaltete die Mannschaft von Bruno Labbadia nach dem Ballgewinn immer wieder schnell um, spielte die Konter manchmal jedoch zu ungenau zu Ende. Aber nicht so in der 42. Minute, als William Kvist den Ball eroberte und Martin Harnik bediente. Der Österreicher schob den Ball zwar ins Tor, doch da hatte der Referee bereits abgepfiffen – es war abermals Abseits.

Der VfB ist besser

Anschließend geschah nichts Aufregendes mehr, sodass beide Teams beim Stand von 1:0 für den VfB in den Katakomben verschwanden. 45 Minuten, in denen der VfB etwas gefährlicher war, die Zweikämpfe annahm und die Eintracht gut störte. Da aber auch die Frankfurter ihrerseits Szenen hatten, mussten die Profis von Bruno Labbadia achtsam in die zweite Hälfte gehen - Georg Niedermeier übrigens mit einem Zahn weniger, denn bei einem Zweikampf mit Alexander Meier verlor der Innenverteidiger diesen. Das tat der VfB auch und erspielte sich umgehend die erste Gelegenheit. Christian Gentner bediente Martin Harnik, der sich mit einem Haken eine freie Schussbahn verschaffte, mit links abzog – doch der Ball prallte gegen den linken Pfosten (46).

Martin Harnik und Co. suchten zunehmend die Offensivaktionen, machten es der Eintracht zunehmend schwer. Doch Frankfurt war nicht durch Zufall als Bundesliga-Zweiter angereist, blieb gefährlich. So zum Beispiel in der 57. Minute, als Stefan Aigner aus rund 30 Metern auf das VfB Tor zielte, den Ball perfekt traf, und Sven Ulreich mit einer Parade die Führung festhielt. Der Torhüter musste auch danach noch zweimal eingreifen, bis der VfB offensiv wieder in Erscheinung trat. Aber wie.

Nach einem kurz ausgeführten Eckball hatte William Kvist den Ball in den Strafraum geflankt. Dieser landetet nach einer Kopfball-Stafette vor den Füßen von Serdar Tasci, der VfB Kapitän zog sofort ab – doch Kevin Trapp rettete die Eintracht mit einer Glanztat vor dem 0:2.

Solch eine hatte wenig später sein Mannschaftskollege Alexander Meier in der Offensive, der von der Strafraumgenze aus abzog und den Ball unhaltbar für Sven Ulreich ins lange Eck schlenzte (67.) - 1:1. Doch der VfB reagierte keineswegs geschockt, spielte sofort wieder nach vorne, aber der Querpass von Martin Harnik auf den einschussbereiten Vedad Ibisevic wurde gerade noch abgefangen (69.).

Ibisevic erlöst den VfB

Kurz darauf fehlten wieder nur Zentimeter, als Vedad Ibisevic den Ball nach einer Hereingabe von Ibrahima Traoré mit der Brust stoppte, dieser aber etwas zu weit wegsprang, und sein Gegenspieler dadurch noch vor dem Abschluss klären konnte (72.). Auch wenn Frankfurt mehr Ballbesitz hatte, der VfB war gefährlicher, oft fehlte nur das letzte Quäntchen – an Glück oder Konzentration.

Kurz nach dem nächsten Abseits-Tor von Vedad Ibisevic (80.) durften die VfB Anhänger dann endlich jubeln, ohne abrupt gestoppt zu werden. Denn nach einer punktgenauen Flanke von Martin Harnik köpfte der Bosnier ins lange Eck, der Ball landete im Tor, der Treffer war regulär, der VfB führte mit 2:1 (84.).

Wenig später hatte der VfB Glück, als das Schiedsrichter-Gespann bei einem Treffer der Gäste auf Abseits entschied - und dann zeigte Sven Ulreich noch einmal, dass er einer der besten Torhüter Deutschlands ist. Mit einer Glanzparade entschärfte er einen Kopfball von Karim Matmour und rettete somit den ersten Heimsieg dieser Bundesliga-Saison. Damit steht der VfB auf Rang acht.

Quelle: vfb.de


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