Alexander Hleb, Christian Gentner und Andreas Beck

Mario Gomez’ Vorgänger als Rückkehrer zum VfB

In der jüngeren Vergangenheit gibt es drei prominente Beispiele von Profis, die den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart verlassen haben und dann noch einmal zurückgekehrt sind: Alexander Hleb, Christian Gentner und Andreas Beck.

[Linked Image]
Wiedervereinigung: Christian Gentner (links) und Mario Gomez, hier nach dem Gewinn des Meistertitels 2007, spielen künftig wieder Seite an Seite in Stuttgart.

Mario Gomez ist nicht der erste Profi, der den VfB Stuttgart verlassen und dann wieder zu dem Fußball-Bundesligisten zurückgekehrt ist. In der jüngeren Vergangenheit gibt es drei prominente Beispiele: Alexander Hleb, Christian Gentner und Andreas Beck.

Alexander Hleb

Alexander Hleb kam im Jahr 2000 von Bate Borisow aus Weißrussland zum VfB und spielte zunächst in der zweiten Mannschaft. In der Saison 2001/02 schaffte der offensive Mittelfeldspieler den Durchbruch und stürmte mit seinen Tempodribblings immer mehr ins Rampenlicht. Nach fünf Jahren in Stuttgart mit 137 Bundesligaeinsätzen (13 Tore) folgte er 2005 dem Ruf des FC Arsenal, dem er für jene Zeit stolze 15 Millionen Euro Ablöse wert war. Beim englischen Erstligisten setzte sich sein rasanter Aufstieg fort samt dem Einzug ins Champions-League-Finale 2006. Der damalige Endspielgegner FC Barcelona verpflichtete ihn 2008 für 17 Millionen Euro. In Spanien geriet Alexander Hlebs Karriere allerdings ins Stocken. 2009 kehrte er deshalb auf Leihbasis für ein Jahr zum VfB zurück. In 27 wechselhaften Spielen blieb er allerdings ohne Tor und kam nur auf vier Vorlagen. Weitere wenig glanzvolle Leihen vom FC Barcelona an Birmingham City und den VfL Wolfsburg folgten, ehe er 2012 zu KS Samara wechselte. Seine weiteren Stationen lauteten Bate Borisow, Konyaspor, Genclerbirligi Ankara, nochmal Bate Borisow, nochmal Genclerbirligi Ankara, nochmal Bate Borisow und nochmal KS Samara. Zurzeit ist der mittlerweile 36-Jährige vereinslos.

Christian Gentner

Christian Gentner ist ein Eigengewächs des VfB. Der Nürtinger kam 1999 vom VfL Kirchheim in die Stuttgarter Jugend und arbeitete sich über das zweite Team in die erste Mannschaft hoch. Am 20. Februar 2005 gab er sein Debüt in der Profielf. Nach 39 Spielen (ein Tor) und dem Gewinn der deutschen Meisterschaft wechselte der zentrale Mittelfeldspieler 2007 für eine Ablösesumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Für die Norddeutschen absolvierte er in drei Spielzeiten 99 Partien (elf Treffer), holte mit ihnen 2009 seinen zweiten Meistertitel und durfte auch im Nationalteam vorspielen (fünf Einsätze). Nach dem Ablauf seines Vertrages kehrte Christian Gentner 2010 nach Stuttgart zurück. Seit 2013 ist er Kapitän der Mannschaft und blieb dem Club auch nach dem Abstieg in die zweite Liga 2016 treu. Der direkte Wiederaufstieg gelang. Seit der Heimkehr absolvierte der 32-Jährige 191 Begegnungen in der Bundesliga für den VfB (33 Tore) und avancierte zur unverzichtbaren Identifikationsfigur.

Andreas Beck

Andreas Beck ist ebenfalls ein Eigengewächs des VfB. Er schloss sich dem Club im Jahr 2000 als Jugendspieler an und wurde 2006 nach einer Saison in der zweiten Mannschaft in den Kader des ersten Teams befördert. Nach 27 Bundesligaspielen (ein Tor) samt dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007 wechselte der rechte Verteidiger 2008 für 3,2 Millionen Euro zur TSG Hoffenheim und avancierte zum Nationalspieler (neun Länderspiele). Sieben Jahre blieb er im Kraichgau, absolvierte 216 Partien (drei Treffer) in der ersten Liga und war am Ende auch Hoffenheimer Kapitän. 2015 ging er zu Besiktas Istanbul und holte mit dem türkischen Spitzenclub zwei Meisterschaften – in der Saison 2015/16 hatte daran Mario Gomez als Torjäger großen Anteil. Schon vor dem Stürmer kam Andreas Beck kurz vor dem Schließen des Transferfensters Ende August für eine Ablösesumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro zum VfB zurück. Seitdem bestritt der 30-Jährige 14 Bundesligaspiele mit einer Torvorlage und ließ wie die gesamte Mannschaft noch Luft nach oben.

Quelle: Stuttgarter Zeitung


Mummi [Linked Image]