Bundesliga

Robin Dutt wird neuer Sportvorstand


Kommt zum VfB Stuttgart: Robin Dutt übernimmt den Posten als Sportdirektor

Robin Dutt soll nach Dreikönig in seiner neuen Funktion der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der VfB Stuttgart und Robin Dutt einigten sich auf einen Vierjahresvertrag. Der neue Sportvorstand soll seine Arbeit schon mit dem Trainingslager in Portugal beginnen.

Wichtigste Aufgaben für den neuen Sportchef: Mithilfe bei der Mission Klassenverbleib und Planung des Kaders für die nächste Saison. Zuletzt waren noch Ex-Bayern-Profi Christian Nerlinger, Michael Zeyer (Stuttgarter Kickers) und aus den eigenen Reihen VfB-Sportdirektor Jochen Schneider im Gespräch.

Nach Recherchen der Stuttgarter Nachrichten entschied sich die Vereinsführung vor allem deshalb für den Ex-Trainer in Freiburg, Leverkusen und Bremen, weil er mit seiner sportlichen Konzeption komplett überzeugte. Seine Vorstellungen von Arbeitsorganisation, innerer Struktur, Personal-Planung, -Führung und -Entwicklung deckten sich offenbar mit den Gedanken der VfB-Führungscrew.

In Vieraugen-Gesprächen überzeugte er Präsident Bernd Wahler ebenso wie den kompletten Aufsichtsrat von seinen Fähigkeiten und Vorstellungen. Dutt wird mit Dienstbeginn zum Vorstandsmitglied bestellt. Öffentlich geäußerte Zweifel an seiner Eignung als Sportdirektor konnte Robin Dutt offenbar zerstreuen. Er legte in den Verhandlungen überzeugend dar, dass er die Arbeit beim VfB Stuttgart als Lebensaufgabe betrachte.

Spekulationen darüber, ob er irgendwann nicht doch wieder als Trainer arbeiten wolle, widerlegte er. Er habe sich sehr gründlich hinterfragt. Und es sei ihm zu hundert Prozent klar, dass mit der Entscheidung für den VfB seine Laufbahn als Trainer beendet ist.

Dutt lebt in Leonberg. Er ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes. Seine Trainerlaufbahn begann in der Regionalliga bei den Stuttgarter Kickers. Weil er dort einen guten Job machte, holte ihn der SC Freiburg als Nachfolger von Volker Finke. Dort überwand er anfängliche Widerstände mit diplomatischem Geschick und akribischer Arbeit. Bis heute loben die Verantwortlichen in Südbaden die von ihm forcierte Verzahnung von Nachwuchs- und Profibereich.

Er wechselte zu Bayer Leverkusen, wo er vorzeitig gehen musste. Beim Umbau der mit Stars gespickten Mannschaft um Michael Ballack war er auf erhebliche Widerstände gestoßen. Zwischendurch war er als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) tätig. Weil ihm der Apparat beim DFB als zu träge und wenig ambitioniert erschien, wechselte er wieder als Trainer in die Bundesliga zum SV Werder Bremen. Dort wurde er nach einem missratenen Saisonstart im Oktober entlassen.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten


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