Bundesliga

VfB-Ultras intensivieren Proteste gegen den DFB

Beim Spiel des VfB Stuttgart gegen Fortuna Düsseldorf haben sich die organisierten Fangruppen der Schwaben eindeutig positioniert und so die Proteste gegen den deutschen Fußball-Bund (DFB) intensiviert.

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Die VfB-Fans zeigen vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf verschiedene Plakate.

„Wir brauchen Veränderungen und keine gekaufte EM“, lautet die Überschrift des aktuellen Beitrags auf der Seite der Stuttgarter Ultra-Gruppierung Commando Cannstatt. Adressat ist der DFB. Der ist traditionell ein rotes Tuch für die organisierte Fanszene in Deutschland. Immer weiter zerstückelte Spieltage, fanunfreundliche Anstoßzeiten, Kollektivstrafen, die fortschreitende Kommerzialisierung – es ist ein ganzer Katalog an Kritik, den man dem Verband vorwirft. Die entsprechenden Positionspapiere der Ultra-Gruppen aus den Gesprächen sind online abrufbar. Weitreichende Änderungen wurden gefordert. Doch die zwei Gesprächsrunden mit dem Verband im Laufe des Jahres scheiterten.

Proteste vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf

Daraufhin waren in den letzten Wochen bundesweit immer wieder Spruchbänder in den Stadien zu sehen, die die Proteste ankündigten, die nun intensiviert werden. „Ihr werdet von uns hören“, stand darauf zu lesen und auch auf der Homepage kündigte die Stuttgarter Gruppe an, was am Freitagabend die gut 55.000 Zuschauer in der Stuttgarter Arena zu sehen bekamen. „Wir wollen unsere Anliegen nochmal in aller Deutlichkeit in die Öffentlichkeit tragen“, kündigten sie an. Und so kam es dann auch: „Gute Miene zum nächsten gekauften Turnier“ war auf einem Plakakt zum Beispiel zu lesen.

Die gezeigten Spruchbänder waren auch insofern passend da der DFB den Spieltag in der Bundesliga nutzt, um großflächig für die EM 2024 zu werben, die man gerne austragen möchte. So wurden in der sogennanten Stadionshow beim VfB, die rund um das Spiel auf den Leinwänden zu sehen ist, entsprechende Platzierungen vom Verband gebucht. Auch auf den Ärmeln der Spielertrikots des VfB war eine entsprechende Werbeplatzierung zu sehen.

Quelle: Stuttgarter Zeitung


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