Bundesliga

„Wir müssen weiter scharf bleiben“

Der VfB Stuttgart hat bei Borussia Dormtund mit 0:3 die höchste Niederlage der Saison kassiert. Im Nachgang haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir haben die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

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Emiliano Insua setzt sich gegen Marco Reus gut durch. Am Ende reichte es für den VfB in Dortmund allerdings nicht zu einem Erfolg.

Es war ein über Strecken hochklassiges und rassiges Fußballspiel, für das die 80 000 Zuschauer – darunter über 6 600 aus Stuttgart – in der ausverkauften Dortmunder Arena am Sonntag einen würdigen Rahmen bildeten. Der VfB Stuttgart zeigte wie schon in den vergangenen Wochen eine stabile Leistung, ohne spielerische Glanzlichter zu setzen. Borussia Dortmund war anzumerken, dass das 0:6 aus der Vorwoche noch nachwirkte. Der VfB schaffte es nicht, daraus Kapital zu schlagen und der BVB kam mit einem Doppelschlag vor und kurz nach der Pause auf die Siegerstraße.

Wir haben die Stimmen der beteiligten Akteure zusammengefasst.

BVB-Trainer Peter Stöger: „Stuttgart hat sehr stark begonnen. Da hat man die Serie gesehen. Sie waren selbstbewusst und kernig. In der zweiten Halbzeit haben wir zugelegt, viele gute Situationen kreiert und Schnittstellenbälle gespielt. Die zweite Halbzeit war dann richtig gut. Insgesamt hat man gesehen, dass man so ein Spiel wir in der Vorwoche in München nicht so einfach verdaut. Unterm Strich bin ich aber zufrieden.“

VfB-Trainer Tayfun Korkut: „Glückwunsch an den BVB. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt und letztendlich zu wenig daraus gemacht. Da haben wir es den Dortmundern sehr schwer gemacht. Trotz Gegentor waren wir zuversichtlich nach der Pause. Dann gab es aber zwei weitere Nackenschläge. Wir müssen und werden unsere Lehren aus der Partie ziehen und wollen die Niederlage insgesamt nicht so hoch hängen, wie wir es auch zuletzt mit den Siegen nicht getan haben.“

VfB-Sportchef Michael Reschke: „Wir haben in der ersten Halbzeit eine couragierten Auftritt hingelegt und die Mannschaft hat eine klare Spielanlage gezeigt. Wir haben Dortmund sogar zeitweise dominiert. Das erste Gegentor fällt glücklich, nach der Hlabzeit gab es dann schnell den nächsten Nackenschlag. Darauf hatten wir dann keine Antwort. Wer geglaubt hat, dass das mit der Serie so weitergeht, der lag falsch. Uns war immer klar, dass wir auch mal wieder ein Spiel verlieren. Dennoch wären wir gerne mit einem oder drei Punkten nach Stuttgart zurückgekehrt.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler:„Ich bin mir sicher, dass das 0:1 so nicht gewollt war. Das war ein Glücksschuss. Die beiden ersten Gegentore sind zu sehr ungünstigen Zeitpunkten gefallen. Danach gab es einen Bruch. Jetzt wollen wir mit Blick auf die beiden kommenden Partien nicht nachlassen. Da wollen wir punkten.“

VfB-Kapitän Christian Gentner: „Das ist ein brutales Ergebnis. Wir haben gut angefangen, richtig gut gespielt und zu wenig daraus gemacht. Nach dem 0:2 hatten wir nicht mehr die Power, um zurückzukommen. Es ist schade, weil wir hier etwas hätten mitnehmen können. Wir hatten Dortmund heute an einem guten Tag erwischt und sie auch verunsichert. Aber unser Umschaltverhalten war nicht sauber genug, um die beiden Stürmer gut einzusetzen. Ich glaube aber insgesamt nicht, dass uns das Spiel einen Knacks gibt.“

VfB-Abwehrchef Holger Badstuber: „Wir sind gut reingekommen in die Partie, haben es aber in der ersten Hälfte verpasst, selbst ein Tor zu machen. Das 0:2 war dann ein Nackenschlag. Bei vielen Standards waren wir zu schlampig. Wir hatten zig Freistöße und es ist nichts daraus geworden. Jetzt haben wir einmal einen Dämpfer bekommen. Das ist nicht so schlimm. Wichtig ist, dass wir weiter scharf bleiben.“

VfB-Stürmer Mario Gomez: „Für uns ging es immer und geht es weiter nur um den Klassenerhalt. Man muss realistisch bleiben. Auch wenn hier heute etwas drin war, ist Dortmund nicht unsere Kragenweite. Hannover und Bremen sind es. Jeder hat noch seine persönlichen Ziele und will noch etwas erreichen. Deswegen wird niemand etwas plätschern lassen.“

Quelle: Stuttgarter Zeitung


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